Die Große Chinesische Firewall
Seit Tagen überschlagen sich die Meldungen, das China entgegen vorheriger Abmachungen das Internet für Journalisten während der olympischen Spiele zensiert.
Was ist eigentlich das Ding an dieser Internetzensur?
Klar, ein plakatives Thema über das man sich schön aufregen kann. Wieder eine Gelegenheit, unsere Werte ganz hoch aufzuhängen und sich haushoch moralisch überlegen fühlen zu dürfen. Dass die "große chinesische Firewall" ist in Wirklichkeit löchrig ist wie Schweizer Käse, dass es nichts weiter als einen offenen Proxy braucht um sie zu umgehen ist da nicht weiter von Belang. Wissen ist nur unnützer Ballast. Weshalb sich dafür interessieren, wie diese Firewall eigentlich funktioniert?
Ist ja nicht so, als ob diese Information überall frei zugänglich wäre. Äh, Moment...
Ein verschlüsseltes VPN ist jedenfalls schnell eingerichtet, bzw. für kleines Geld gemietet falls das technische Know-How fehlt (z.B. bei SwissVPN, Relakks oder VPNTunnel). Schon hat man einen unzensierten Internetzugang und kann sich nach Herzenslust auf Wikipedia und den Seiten der BBC austoben, nach Tiananmen recherchieren, sich über Falun Gong informieren und den Drei Schluchten Staudamm bei Google Maps bestaunen.
Natürlich wissen auch die Chinesen selbst bescheid darüber. Etwas anderes anzunehmen wäre naiv, schon fast eine Beleidigung. Im einige Zeilen weiter oben verlinkten "The Atlantic" Artikel heißt es:
Man könnte fast meinen, die Medien hätten vorher nie aus China oder anderen Staaten, in denen das Internet zensiert wird, berichtet. Als wäre das ein ganz neues Problem.
Was ist eigentlich das Ding an dieser Internetzensur?
Klar, ein plakatives Thema über das man sich schön aufregen kann. Wieder eine Gelegenheit, unsere Werte ganz hoch aufzuhängen und sich haushoch moralisch überlegen fühlen zu dürfen. Dass die "große chinesische Firewall" ist in Wirklichkeit löchrig ist wie Schweizer Käse, dass es nichts weiter als einen offenen Proxy braucht um sie zu umgehen ist da nicht weiter von Belang. Wissen ist nur unnützer Ballast. Weshalb sich dafür interessieren, wie diese Firewall eigentlich funktioniert?
Ist ja nicht so, als ob diese Information überall frei zugänglich wäre. Äh, Moment...
Ein verschlüsseltes VPN ist jedenfalls schnell eingerichtet, bzw. für kleines Geld gemietet falls das technische Know-How fehlt (z.B. bei SwissVPN, Relakks oder VPNTunnel). Schon hat man einen unzensierten Internetzugang und kann sich nach Herzenslust auf Wikipedia und den Seiten der BBC austoben, nach Tiananmen recherchieren, sich über Falun Gong informieren und den Drei Schluchten Staudamm bei Google Maps bestaunen.
Natürlich wissen auch die Chinesen selbst bescheid darüber. Etwas anderes anzunehmen wäre naiv, schon fast eine Beleidigung. Im einige Zeilen weiter oben verlinkten "The Atlantic" Artikel heißt es:
Every foreign business operating in China uses such a network. VPNs are freely advertised in China, so individuals can sign up, too. [...] “Every bank, every foreign manufacturing company, every retailer, every software vendor needs VPNs to exist,” a Chinese professor told me. “They would have to shut down the next day if asked to send their commercial information through the regular Chinese Internet and the Great Firewall.”(hervorhebung von mir)
Man könnte fast meinen, die Medien hätten vorher nie aus China oder anderen Staaten, in denen das Internet zensiert wird, berichtet. Als wäre das ein ganz neues Problem.