Firefox 3 Awesome Bar abstellen

Freitag, 22. August 2008
Das wohl schlechteste "Feature" von Firefox 3 (neben den regelmäßigen Abstürzen von Flash unter Ubuntu/Linux) ist die unsägliche "Awesome Bar". Schon alleine der Name! Das einzige, worin diese Leiste wirklich gut ist, ist mir unendlich auf die Nerven zu gehen. Warum es mehrere Sekunden dauern muss, bis sich dieser Zugunfall von einer Erweiterung endlich bequemt passende URLs anzuzeigen wird wohl für immer das Geheimnis ihrer Programmierer bleiben.

Zum Glück kann man dieses furchtbare Elend abschalten:

1) "about:config" aufrufen
2) "browser.urlbar.matchonlytyped" suchen
3) auf true toggeln

Fertig. Schon funktioniert die Adressleiste wieder fast wie unter Firefox 2. Keine Ahnung, warum man dieser schlechten Entschuldigung für eine Funktion nicht einfach einen Eintrag in den Einstellungen spendiert hat.

EDIT, 26. 08.
Swoosh, bin nicht mehr ganz up-to-date in dieser Sache, es gibt sogar zwei Erweiterungen, die diesem Problem Herr werden, oldbar und Old Location Bar. Letzteres scheint das etwas ausgereiftere Produkt zu sein, auch wenn man es nur nach Anmeldung herunterladen kann. Hint: Bugmenot funktioniert da ganz vorzüglich...

Gab es eigentlich noch...

Sonntag, 17. August 2008
... andere Wettkämpfe neben Schwimmen bei dieser Olympiade? Bisher nichts weiter davon mitbekommen. Seltsam.

Ölpreis

Freitag, 8. August 2008
Aus einer Reuters Meldung:
The U.S. Commodities Futures Trading Commission announced on July 18 that it was reclassifying some trading positions that it had reported as commercial hedging positions as noncommercial speculative positions.

The data revision converted approximately 327,000 long and 330,000 short NYMEX crude oil futures and options positions into mostly spreading positions held by speculators.

The big shift is all the more surprising, oil traders and analysts said, since the CFTC apparently reclassified only one unidentified oil trader at the same time as the data revision.

"There may have been multiple 'positions' which were reclassified ... but they all appear to have been held by just one trader, and this was a very special trader, with an enormous concentration of positions in crude oil amounting to perhaps 460 million barrels, and not much interest in anything else," noted John Kemp of RBS Sempra Commodities.
(hervorhebung von mir)

53 Milliarden Dollar. So viel Geld hat ein einziger Trader, der gerade von der US Behörde zur Regulierung von Oil Future Verträgen neu eingestuft wurde, in Öl investiert, hätte er pro Barrel den Tagespreis von 116 USD ausgegeben. Na gut, bezahlt hat er wahrscheinlich nicht so viel, trotzdem ist die Menge bemerkenswert. 460 Millionen Barrel sind laut Wikipedia nämlich ungefähr das zwanzigfache des Tagesverbrauchs an Öl in den Vereinigten Staaten. Und diese gigantische Menge in der Hand einer einzigen Person soll keine Auswirkung auf den Ölpreis haben?

Wer ist das?

(via)

Besser nicht...

Mittwoch, 6. August 2008


Mehr davon bei The Chinglish Files.

(via)

US Wahlkampf...

Dienstag, 5. August 2008
Vorgeschichte: in den USA befürchten ein paar Hinterwäldlerhicks (der Typ, der aus Generationen von Inzestbeziehungen hervorgeht), das Barack Obama in muslimischer Terrorist ist. Weil sein mittlerer Name Hussein ist und er in Jakarta zur Schule gegangen ist. Whatever.

Jedenfalls haben diese lustigen geistesgestörten ein Liste mit Leuten angelegt, die Herr Obama angeblich im laufe seines Lebens umgebracht haben soll. Diese Liste kursiert unter diesen intellektuellen totalausfällen als Kettenbrief.

Ein Blick in diese bizarre Sammlung wäre erheiternd, wüsste man nicht, das die Leute, die sowas weiterleiten auch den amerikanischen Präsidenten wählen dürfen.

Die Große Chinesische Firewall

Sonntag, 3. August 2008
Seit Tagen überschlagen sich die Meldungen, das China entgegen vorheriger Abmachungen das Internet für Journalisten während der olympischen Spiele zensiert.

Was ist eigentlich das Ding an dieser Internetzensur?

Klar, ein plakatives Thema über das man sich schön aufregen kann. Wieder eine Gelegenheit, unsere Werte ganz hoch aufzuhängen und sich haushoch moralisch überlegen fühlen zu dürfen. Dass die "große chinesische Firewall" ist in Wirklichkeit löchrig ist wie Schweizer Käse, dass es nichts weiter als einen offenen Proxy braucht um sie zu umgehen ist da nicht weiter von Belang. Wissen ist nur unnützer Ballast. Weshalb sich dafür interessieren, wie diese Firewall eigentlich funktioniert?

Ist ja nicht so, als ob diese Information überall frei zugänglich wäre. Äh, Moment...

Ein verschlüsseltes VPN ist jedenfalls schnell eingerichtet, bzw. für kleines Geld gemietet falls das technische Know-How fehlt (z.B. bei SwissVPN, Relakks oder VPNTunnel). Schon hat man einen unzensierten Internetzugang und kann sich nach Herzenslust auf Wikipedia und den Seiten der BBC austoben, nach Tiananmen recherchieren, sich über Falun Gong informieren und den Drei Schluchten Staudamm bei Google Maps bestaunen.

Natürlich wissen auch die Chinesen selbst bescheid darüber. Etwas anderes anzunehmen wäre naiv, schon fast eine Beleidigung. Im einige Zeilen weiter oben verlinkten "The Atlantic" Artikel heißt es:

Every foreign business operating in China uses such a network. VPNs are freely advertised in China, so individuals can sign up, too. [...] “Every bank, every foreign manufacturing company, every retailer, every software vendor needs VPNs to exist,” a Chinese professor told me. “They would have to shut down the next day if asked to send their commercial information through the regular Chinese Internet and the Great Firewall.”
(hervorhebung von mir)

Man könnte fast meinen, die Medien hätten vorher nie aus China oder anderen Staaten, in denen das Internet zensiert wird, berichtet. Als wäre das ein ganz neues Problem.