Was uns die nächsten Monate beschäftigen wird

Sonntag, 22. Juni 2008
Wieder ein Artikel aus der Zeit, diesmal von dieser Woche: Das Gift der Spekulanten.
Eine neue Katastrophe am Finanzmarkt steht bevor. Geldhäuser haben sich wechselseitig gegen alle möglichen Risiken versichert – könnten im Ernstfall aber gar nicht zahlen.

Der Teaser kam mir bekannt vor, irgendwo hatte ich sowas doch schon einmal gelesen. Nach kurzer Suche kam dieser Artikel zum Vorschein, der Mitte Dezember 2007 bei How the World Works erschien. Darin wird aus der Prognose eines Risikoanalysten für das Jahr 2008 zitiert, in der folgendes steht:
[...] we remind one and all that among the tricks of the hedge fund trade in recent years was to write credit default protection on everything from corporate default swaps to subprime CDOs. As long as their was no apparent risk, the premium income seemed as free money, just like banks thought that lending was a zero cost activity. But hedge funds are not insurance companies and have neither permanent capital nor reserves, preferring instead to treat premiums on selling derivative put options as regular income.

Das war, wie gesagt, im Dezember des letzten Jahres, also vor ziemlich genau sechs Monaten.

Weiterhin in der ZEIT:
»Das macht CDS besonders attraktiv für deutsche Finanzinstitute – wie etwa die Landesbanken –, die durch CDS-Kontrakte ihr Kreditportfolio breiter streuen können, ohne selbst als Kreditgeber aufzutreten«, sagt [Satyajit] Das [ein Risikoberater für Finanzhäuser -nrq].

Yippiekayey.

"Unser Genom legt nicht fest, was für ein Mensch aus ihm wächst"

Sonntag, 22. Juni 2008
In der ZEIT letzte Woche einen sehr interessanten Artikel gefunden: Erbgut in Auflösung. Darin werden einige der Entwicklungen der Genforschung der letzten zwei Jahre zusammengefasst.

So ist unser Genom wohl nicht konstant, sondern verändert sich ständig. Eineiige Zwillinge entwickeln sich schon im Embryostadium genetisch ausseinander. Nicht nur das, nicht einmal unsere eigenen Zellen bestehen aus einem fixen Genetischen Code:
[...] physisch erscheint der Mensch nicht länger als Individuum, sondern als Verband egoistischer Zellkolonien. Bei bis zu zehn Prozent aller Erbanlagen – und vielleicht weit mehr – ist entweder nur die mütterliche oder die väterliche Variante aktiv. Dieses Muster, im Fachjargon »autosomale monoallelische Expression« genannt, wird bereits im Embryo festgelegt. Und dort trifft jede Zelle ihre eigene Entscheidung. [...] Die Folge: Der erwachsene Organismus gleicht einem Flickenteppich von Zellverbänden, deren genetische Netzwerke unterschiedlich gestrickt sind.

Verblüffend auch das Fazit - nach diesen neuen Erkenntnissen scheinen viele Theorien zum Klonen, die wir bisher hatten, falsch zu sein. Nicht nur Erziehung und Erlebnisse formen uns als Menschen, sondern auch genetische Prozesse im laufe unserer Entwicklung. Autoren von Science-Fiction-Romanen und -Filmen werden wohl zukünftig neue Ideen für Dystopien finden müssen.

Frühaufsteher

Samstag, 21. Juni 2008
Baulärm seit 7:00 Uhr. An einem Samstag! Haben diese Leute kein Leben?

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